Crash
Schnee

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Thema Drogen. Wir haben auch schon einige ausprobiert, allerdings nie diesen synthetischen Shit. Der Körper, der das ja verarbeiten muss, soll wenigstens die Chance haben auf Stoffe zu reagieren, die auch in der Natur vorkommen. Dreckzeug wie H, Koks, LSD, Crack und diverse Variationen zu konsumieren ist ungefähr genauso intelligent, wie wenn man sich täglich einen halbe Stunde auf eine glühende Herdplatte setzt. Sicherlich kann man sich mit drei Tonnen Lebkuchen genauso kaputt kriegen, wie mit einem Kasten Bier oder einem Drei-Gramm-Joint. Und das ist das Entscheidende: Das "Sich Kaputt Kriegen". Jeder hat das Recht, sich zu berauschen. Und: Jeder hat das Recht, sich zu zerstören, nur, wem nützt dies? Wieviel Kreativität und Phantasie sind da schon auf der Strecke geblieben, weil der ständige Griff zur Pulle, zur Nadel oder zum Joint aus dem Recht zum Rausch den Zwang der Sucht werden ließ? Wo endete der Missbrauch nicht schon? In im Schritt nassen Hosen, im entmenschten Rumgeblöke - und das sind sicher noch die harmloseren Erscheinungen. Irgendwann kommt man da in den Stand völliger Verblödung. Klar, wir sind keine Asketen und das wollen wir auch nicht werden. "Wegknallen" aus der Realität ist sicher manchmal nötig und spaßig. Doch: Wenn ein klarer Kopf angesagt ist, egal ob "privat" oder in den täglichen Auseinandersetzungen, ist es eben wenig hilfreich, wenn man selbst völlig bedüdelt Entscheidungen zu fällen hat oder seine Rechte einklagen will. Das "Danach" ist oftmals schwer wieder hinzubiegen in die Bahnen, wo man es eigentlich haben will. Und das Argument, dass "Drogen" bewusstseinserweiternd wirken stimmt eben nur solange, solange man auch ein (eigenes selbstbestimmtes) Bewusstsein hat.



R. Mattern